Von 1.500 auf 2.500 Kalorien, ohne Zunahme, mit entspanntem Essverhalten: Erfahrung von Isa
- Michell Kleiser
- vor 3 Tagen
- 4 Min. Lesezeit
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Isa ist 36, Mama von zwei Kindern. Und sie kennt das Gefühl, sich selbst zu verlieren. Zwischen Familienalltag, Arbeit und dem ständigen Druck, bloß nicht zuzunehmen, blieb kaum Platz für sie selbst.
Essen war kein Genuss. Es war Stress.
„Darf ich das? Ist das zu viel? Was habe ich heute schon gegessen?“
Diese Gedanken begleiteten Isa bei jeder Mahlzeit. Bei jedem Restaurant-Besuch mit den Kindern. Bei jedem Eis, das sie sich nicht erlaubte.
Bis sie verstand: Es lag nicht an ihrer Disziplin. Es lag am System.
Wenn die Kinder Pizza wollen – und Mama sich wieder nichts gönnt
Früher war es immer dasselbe Muster.
Die Kinder wollten Pizza essen gehen. Oder McDonald's. Oder ein Eis. Und Isa?
Die saß daneben und rechnete. Was passt noch in meine Kalorienbilanz? Was kann ich mir heute noch erlauben?
Meistens fiel die Wahl auf einen Salat. Ohne Brot, versteht sich. Kohlenhydrate waren ja böse.
Nicht, weil sie Lust darauf hatte. Sondern weil alles andere nicht mehr „reinpasste" in ihre 1.500 bis maximal 1.600 Kalorien.
„Ich habe meinen Kindern dann immer gesagt: Das vertrage ich nicht, das macht mich dick, ich habe heute schon so viel gegessen."
Ein schlechtes Vorbild, das wusste sie selbst. Aber was sollte sie tun? Sie wollte doch nicht zunehmen.
Also aß sie, worauf sie keinen Hunger hatte. Und fühlte sich dabei schlecht. Weil sie wusste, dass es nicht gesund war – weder für ihren Körper noch für ihre Psyche.
Der Instagram-Algorithmus meint es gut
Dann zeigte ihr Instagram ein Reel von Einfach Ernährung.
Sagi geht auf die Waage. Trainiert hart, isst wenig. Am nächsten Tag wiegt sie mehr.
„Das bin ich.“
Isa erkannte sich sofort wieder. Sie klickte sich durch die Seite, schaute sich ein Reel nach dem anderen an. Und bei 90 % dachte sie: „Hier bin ich richtig.“
Sie meldete sich für ein Erstgespräch an. Perry rief sie an. Kein Druck, keine leeren Versprechen. Nur Transparenz. Ehrliche Worte. Und die klare Ansage:
„Wir würden Dich gerne nehmen. Es kostet X Euro. So läuft es ab.“
Keine versteckten Preise im zweiten Gespräch. Keine Spielchen.
Isa hatte trotzdem Bedenken.
„Mein erster Gedanke war: Boah, hoffentlich nehme ich nicht zu. Das war wirklich meine Horrorvorstellung."
Und dann war da noch die Sache mit dem Geld.
„Du könntest einen geilen Urlaub davon machen.“
Aber etwas in ihr sagte: Vertrau denen einfach.
Die ersten Wochen: Struktur statt Kontrolle
Die Anfangsphase war intensiv.
Isa musste aufschreiben, was sie wann aß. Wie sie sich dabei fühlte. Welche Muster sie hatte. Alles detailliert dokumentieren – nicht, um zu tracken, sondern um zu verstehen.
Und genau da lag der Unterschied.
„Ich habe jahrelang mit einer Tracking-App gearbeitet. Aber wenn man es so detailliert aufschreibt – wann, was, wie man sich gefühlt hat – das öffnet einem die Augen auf einer ganz anderen Ebene."
Sie merkte: Sie hatte gar keine Struktur. Obwohl sie immer dachte, sie hätte eine.
Was ihr fehlte, war nicht mehr Disziplin. Sondern ein System, das zu ihr passte.
Die größte Herausforderung? Mehr zu essen.
Isa dachte am Anfang, sie müsse größere Portionen essen. Falsch. Es ging nicht um mehr Menge, sondern um die richtigen Lebensmittel zur richtigen Zeit.
Eine Struktur, die ihrem Körper gibt, was er braucht, ohne dass sie sich vollstopfen muss.
Und dann war da noch der Kopf.
Der Kopf, der ihr sagte: „Ein Kinderriegel? Auf keinen Fall!“
Der Kopf, der beim fettreduzierten Kräuterquark blieb, obwohl der normale viel besser schmeckte.
Aber langsam verstand sie: Dein Körper braucht diese Kalorien. Er wird es Dir danken.
Von 1.600 auf 2.500 Kalorien – und nichts passiert
Isa startete mit 1.500 bis 1.600 Kalorien.
Nach 10 Wochen aß sie zwischen 2.400 und 2.500 Kalorien. An manchen Tagen sogar 2.800 oder 3.000.
Und die Waage?
Blieb gleich.
„Es ist alles gleich geblieben. Die Waage hatte dieselben Schwankungen wie vorher mit meinen 1.500 Kalorien."
Kein Zunehmen. Keine Panik. Nur Verständnis.
Verständnis dafür, dass ihr Körper hungerte. Dass er sich dagegen wehrte, Gewicht zu verlieren, weil er im Überlebensmodus war.
Und jetzt? Jetzt versorgte sie ihn endlich richtig.
Wenn der Kopf endlich abschaltet
Die Zahlen sind das eine. Aber was Isa wirklich verändert hat, war etwas anderes.
Es war das Loslassen.
Früher war jede Mahlzeit eine Rechenaufgabe. Jeder Restaurant-Besuch ein innerer Kampf. Jedes Eis ein schlechtes Gewissen.
Heute geht sie mit ihren Kindern Pizza essen. Bestellt, worauf sie Lust hat. Isst vielleicht sogar einen Nachtisch.
Und am nächsten Tag geht sie auf die Waage und denkt: „Was habe ich mir jahrelang angetan?"
„Dieses Loslassen, dass ich nicht mehr so verkopft bin beim Essen – das fühlt sich so frei an. Das hätte ich nie gedacht."
Ihre beste Freundin merkt es. Ihr Mann merkt es. Isa ist entspannter geworden.
Nicht zu 100 %, klar. Aber sie macht sich nicht mehr diesen unfassbaren Druck.
Sie hat verstanden: Essen ist Versorgung, kein Feind.
Die Lebensqualität, die man nicht kaufen kann
Isa sagt heute: „Es klingt komisch, aber die Lebensqualität ist einfach eine andere.“
Sie weiß, viele verstehen das erst, wenn sie es selbst durchleben.
Aber genau das ist es. Diese Freiheit im Kopf. Dieses Vertrauen in den eigenen Körper.
Dieses Wissen, dass sie nicht mehr kämpfen muss – sondern einfach verstehen darf.
Sie lernt ihren Körper kennen. Sie versteht, warum die Waage vor der Periode hochgeht. Sie versteht, was ihr Körper wirklich braucht.
Und sie strahlt das aus.
Ihr Mann sagt: „Wahnsinn, wie viel Du auf einmal essen kannst.“
Früher hätte sie gesagt: „Ich kann nicht mehr.“
Obwohl sie vielleicht doch noch gekonnt hätte. Aber sie wollte nicht. Aus Angst.
Heute isst sie, bis sie satt ist. Und genießt es.
Isas Kalorienreise auf einen Blick
Start: 1.500–1.600 kcal/Tag
Nach 10 Wochen: 2.400–2.500 kcal/Tag (teilweise bis zu 3.000 kcal)
Gewichtsentwicklung: Stabil – keine Zunahme
Mentale Veränderung: Von Kontrolle und Stress zu Freiheit und Genuss
Wichtigste Erkenntnis: Struktur schlägt Disziplin – und der Körper braucht keine Angst, sondern Versorgung
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