Fettverlust & mehr Definition mit 700 Kalorien mehr – Karins Erfahrung mit Einfach Ernährung
- 9. März
- 5 Min. Lesezeit
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Den ganzen Tag nur an Essen denken
Karin hat jahrelang getrackt. Nicht ungefähr, sondern penibelst. Jedes Supplement, jedes Glas Wein, jede einzelne Kalorie. Offiziell standen 1.700 Kalorien auf dem Tracker.
Aber weil sie auch Omega-3-Kapseln und den gelegentlichen Wein mit einrechnete, blieben am Ende oft nur 1.400 bis 1.500 Kalorien echte Nahrung übrig.
Und die hat sie fast komplett für abends aufgespart.
Tagsüber? Bisschen hier, bisschen da. Kleine Snacks, nie eine richtige Mahlzeit. Dafür den ganzen Tag Hunger. Den ganzen Tag Gedanken ans Essen.
Und den ganzen Tag dieses Gefühl: Wann darf ich endlich richtig essen?
Abends dann alles auf einmal. Vollgefressener Bauch, schlechter Schlaf, und am nächsten Morgen wieder von vorn. Aufstehen mit dem Wissen: 12 Stunden bis zur nächsten richtigen Mahlzeit.
„Du willst gar nicht aufstehen eigentlich, weil du gar nicht weißt, wie du das überstehen sollst."
Dazu kam das Gym. Drei bis vier Mal pro Woche, weil man ja Muskeln aufbauen muss. Aber Muskeln mit 1.500 Kalorien aufbauen?
Das ist, als würdest du ein Haus bauen wollen, ohne Steine zu kaufen.
Im Gym saß Karin mehr tot als lebendig auf den Geräten. Schwindelig, frierend, kraftlos.
Der Staubsauger-Moment
Es gibt so Momente, die sich in den Kopf brennen. Bei Karin war es ein Staubsauger.
Sie stand zu Hause, wollte den Stecker aus der Steckdose ziehen, und es war so anstrengend, dass sie dachte: Wahnsinn. Ich will gleich noch ins Gym gehen und schaffe nicht mal das hier.
Keine Kraft. Nicht mal für einen Stecker.
Das war der Punkt, an dem Karin wusste: So geht es nicht weiter. Körperlich fertig, ausgelaugt, ausgebrannt.
„Auch wieder so Idioten auf Instagram“
Etwa zur gleichen Zeit wurde ihr Einfach Ernährung auf Instagram vorgeschlagen.
Immer wieder. Und ihre erste Reaktion?
„Im ersten Moment habe ich mir gedacht, auch wieder so Idioten auf Instagram. Sorry für die Worte, Michi, aber das war wirklich meine Meinung."
Mehr essen und trotzdem abnehmen? Klingt nach dem klassischen Versprechen, das zu gut ist, um wahr zu sein.
Aber Karin schaute genauer hin. Sie ging auf die Seite, schaute sich die Interviews an. Alle. Dann die Beiträge auf Instagram. Alle. Dann die Podcasts. Alle. Teilweise mehrmals.
Irgendwann war klar: Da steckt etwas dahinter.
500 Kalorien Frühstück. Die ganze Nacht kein Auge zugetan
Karin startete mit der Ist-Analyse. Zwei Wochen lang alles aufschreiben. Kein Problem für jemanden, der seit Jahrzehnten jede Kalorie dokumentiert.
Dann kam das Auswertungsgespräch mit Tim. Und damit der Moment, der Karin fast zum Aufhören gebracht hätte.
Tim sah sich an, was Karin den ganzen Tag so aß. Oder eben nicht aß. Und sagte: Als Erstes führen wir jetzt ein Frühstück ein. 500 Kalorien. Vormittags.
Karin war schockiert.
„Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, weil ich wusste, am nächsten Tag muss ich frühstücken."
Im Kopf ratterte es: Und was mache ich dann abends?
Dann habe ich doch nichts mehr zum Essen. Das geht nicht. Das geht einfach nicht.
Am nächsten Morgen hat sie trotzdem gefrühstückt. Und es sogar in der Community gepostet.
Von 1.700 auf 2.200 Kalorien. Und die Waage geht nach unten
Danach ging es in die experimentelle Methode. Kalorien erhöhen. Schritt für Schritt.
Die ersten 200 Kalorien mehr, von 1.700 auf 1.900, fühlten sich an wie ein Verbrechen. Karin ging am nächsten Tag zur Arbeit und war überzeugt: Jeder sieht mir an, dass ich gestern 200 Kalorien mehr gegessen habe.
Klingt verrückt? Karin lacht heute selbst darüber. Aber damals war es ihr echtes Problem.
Was dann auf der Waage passierte, hätte Karin vorher niemals geglaubt: Es wurde weniger.
Nicht fünf Kilo, aber der Trend ging klar nach unten. Gestartet mit 64,6 kg, zeitweise runter auf 62,9 kg. Mit 500 Kalorien mehr am Tag.
Natürlich gab es Schwankungen. Und natürlich kamen die Panikmomente. Mensch, schau mal auf meine Tabelle, ich werde dick und fett. Aber genau dafür war das Team da.
„Wenn ich euch nicht gehabt hätte in so Situationen, wäre ich sofort von den Kalorien wieder runtergegangen. Ganz klar."
Durch die Gespräche, durch das Bestärken, durch das, was Karin liebevoll „Gehirnwäsche“ nennt, hat sie weitergemacht und ist auf den Kalorien geblieben.
Der 20-prozentige Quark und die erste Banane seit 10 Jahren
Was sich verändert hat, ist nicht nur eine Zahl auf dem Tracker. Es ist alles.
Vorher: Magerquark mit ungesüßten Cornflakes. Kein Fett, kein Geschmack, kein Genuss.
Jetzt: 20-prozentiger Quark mit Nussmus, Schoko-Crunchy-Müsli und Banane.
Banane. Karin wusste nicht mehr, wann sie sich in den letzten 10 oder 20 Jahren das letzte Mal eine Banane erlaubt hatte. Geht ja nicht. Viel zu viel Fruchtzucker.
Und das Beste: Die Angst vor dem Abend, die große Befürchtung, dass ohne die ganzen gesparten Kalorien abends nichts mehr übrig bleibt, war plötzlich gar kein Thema. Weil Karin tagsüber satt war.
Wirklich satt. Drei, vier, manchmal fünf Stunden lang nach einer Mahlzeit. Ohne Gedanken ans Essen.
„Das Essen war nicht mehr wichtig, sondern es gab dann andere Sachen, die abends wichtig waren. Serie schauen oder Buch lesen."
Das Essen hatte seinen Platz gefunden. Und den Kopf endlich freigegeben.
Von 5 kg auf 27,5 kg an der Schultermaschine
Was Karin besonders begeistert: Ihr Körper verändert sich. Nicht trotz der zusätzlichen Kalorien, sondern genau deswegen.
Ihr Bauch wird flacher. Man sieht Bauchmuskeln, die vorher nicht da waren. Ihre Oberteile werden an den Armen eng. An der Schultermaschine im Gym hat sie sich von 5 kg auf 27,5 kg hochgearbeitet. Mit 54 Jahren.
„Das ist das Geilste ever, wenn du einfach sagst, mir ist es egal, was auf der Waage steht, sondern ich kann mein Gewicht steigern. Das sind die Zahlen, die ich haben will."
Karin trackt heute nicht mehr. Sie wiegt sich nicht mehr. Ihr Coach Michi hat ihr beides „verboten“.
Und obwohl manchmal noch ein leiser Gedanke kommt, du hast jetzt gar keine Sicherheit mehr, weiß sie: Sie braucht keine Sicherheit.
Sie braucht Vertrauen. Und ihr Körper zeigt ihr jeden Tag, dass sie auf dem richtigen Weg ist.
Kaiserschmarrn auf der Alm
Was sich in Karins Sozialleben verändert hat, zeigt sich am deutlichsten an einer Geschichte, die noch in der Zukunft liegt.
Im August macht ihre Firma einen Betriebsausflug. Vier Stunden Wanderung auf eine Alm, Übernachtung, am nächsten Tag wieder runter.
Früher? Keine Chance. Karin hätte sich jede erdenkliche Ausrede einfallen lassen. Oma wird 70. Ich habe Kopfweh. Die Arbeit. Irgendetwas, nur um nicht mitgehen zu müssen.
Weil: keine Kontrolle über die Mahlzeiten. Kein Gym. Keine Ahnung, wie viel sie verbrennt.
Und jetzt? Jetzt freut sie sich drauf. Und überlegt, ob sie sich einen Kaiserschmarrn gönnt.
Auch ihr 17-jähriger Sohn, der selbst ins Gym geht, hat es bemerkt:
„Mensch, finde ich toll, dass du das jetzt kapiert hast, dass du einfach mehr essen musst."
Karin ist ausgeglichener. Nicht mehr den ganzen Tag hungrig, nicht mehr den ganzen Tag gereizt. Sie sagt es selbst:
Wenn du den ganzen Tag nur am Hungern bist, dann bist du eklig.
Ein neues Lebensgefühl
Karin kam zu Einfach Ernährung, um 3 bis 4 kg abzunehmen. Das war ihr Ziel. Und es ist heute überhaupt kein Thema mehr.
Nicht, weil sie aufgegeben hat. Sondern weil sie etwas viel Wertvolleres gefunden hat.
„Ich freue mich jeden Tag aufzustehen und den Tag auf mich zukommen zu lassen. Das würde ich mir nie mehr nehmen lassen. Nie mehr. Keine Chance."
Vorher: den ganzen Tag gefroren, den ganzen Tag schwindlig, den ganzen Tag schlecht drauf. Morgens aufstehen und 12 Stunden Hunger vor sich sehen.
Jetzt: morgens aufstehen und sich aufs Frühstück freuen. Warm sein. Power haben. Wissen, dass der Körper bekommt, was er braucht.
Das ist der Unterschied. Kein Wunder. Kein Geheimnis. Einfach Verständnis. Und der Mut, den ersten Schritt zu machen.
Karins Kalorienreise auf einen Blick
Start-Kalorien: ca. 1.700 (effektiv ca. 1.400 bis 1.500 echte Nahrung)
Aktuelle Kalorien: ca. 2.200 (+500 bis 700 kcal)
Gewicht: von 64,6 kg auf zeitweise 62,9 kg (Trend nach unten, trotz mehr Kalorien)
Kraftwerte: Schultermaschine von 5 kg auf 27,5 kg
Kein Tracken mehr, kein Wiegen mehr
Kein Food-Fokus mehr
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