Von 1.600 auf 2.700 Kalorien: Mehr Leistung, kein Food-Fokus mehr – Marias Erfahrung mit Einfach Ernährung
- 9. März
- 4 Min. Lesezeit
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Maria hat zwei kleine Kinder, einen Vollzeitjob und einen Alltag, der nicht stillsteht. Sie hat schon vor über zehn Jahren einmal ordentlich abgenommen. Low Carb, Disziplin, Durchhalten. Es hat funktioniert. Bis es nicht mehr funktioniert hat. Und dann noch mal. Und noch mal.
Irgendwann wusste Maria: Abnehmen kann sie. Das Problem ist das Danach.
Immer tiefer ins Kalorienloch
Maria hatte irgendwann wieder beschlossen, abzunehmen. Dieses Mal alleine, ohne Programm, ohne Hilfe. Sie startete mit 1.800 Kalorien und einem halbwegs vernünftigen Defizit.
Dann passierte, was so oft passiert: Die Waage blieb stehen. Also runter mit den Kalorien. Noch ein bisschen weniger.
Und noch ein bisschen. Bis Maria bei 1.500 bis 1.600 Kalorien am Tag angekommen war. Ohne Diätpause, ohne Erhaltungsphase. Einfach immer weiter runter.
Und trotzdem bewegte sich nichts mehr.
Dafür kamen andere Dinge. Haarausfall. Extreme Müdigkeit. Kein Fortschritt mehr im Training. Maria war beim Hausarzt und ließ Blutwerte nehmen.
Alles in Ordnung. Zumindest auf dem Papier.
„Im Nachhinein denke ich auch, wie unverantwortlich das war, was ich da getan habe."
Das Tückische an so einer Situation: Man merkt nicht, wie tief man steckt, wenn man mittendrin ist.
„Das ist wirklich extrem wenig.“
Es gab einen Moment, der Maria im Kopf geblieben ist. Sie stand mit einem Kollegen in der Kantine, mehrere Kantinen zur Auswahl, und sie sprachen über Essen. Über Kalorien. Über die Tatsache, dass Maria mit 1.500 Kalorien nicht mehr zurechtkam.
Und der Kollege spiegelte ihr das zurück, was sie selbst nicht mehr sehen konnte: Das ist wirklich extrem wenig.
Manchmal braucht es einen Blick von außen, um zu erkennen, was längst offensichtlich ist.
Die Angst vor dem Jo-Jo-Effekt
Maria kannte den Jo-Jo-Effekt. Nicht aus Erzählungen, sondern aus eigener Erfahrung. Mehrfach. Sie wusste: Wenn sie jetzt alleine weitermacht, ohne Struktur, ohne Hilfe, geht das Gewicht wieder hoch. So wie jedes Mal zuvor.
Und genau das wollte sie dieses Mal nicht. Nicht noch mal abnehmen und wieder zunehmen. Nicht noch mal diesen Kreislauf.
Über Instagram wurde ihr Einfach Ernährung vorgeschlagen. Immer wieder, bis sie auf Follow klickte.
Sie hörte Podcasts, schaute Videos und nahm an einem Webinar teil, in dem die experimentelle Methode erklärt wurde.
Und da klickte etwas.
„Ich wollte da irgendwie raus."
Maria wollte nicht einfach nur abnehmen.
Sie wollte verstehen, wie es danach weitergeht. Wie man sein Gewicht hält, ohne permanent gegen den eigenen Körper zu kämpfen.
Kontrolle abgeben. Der schwierigste Part
Marias größte Herausforderung im Coaching war nicht das Essen. Es war der Perfektionismus. Die Kontrolle abzugeben.
Nicht mehr jede Entscheidung selbst treffen zu wollen, sondern darauf zu vertrauen, dass der Prozess funktioniert.
Sie wollte sogar zwischendurch ins Defizit gehen. Ihr Coach sagte Nein.
Maria probierte es trotzdem. Es ging nach hinten los.
„Man muss halt leider auf euch hören. Ist halt leider so."
Heute lacht sie darüber. Weil sie weiß: Das Defizit läuft nicht weg. Es kann in einem halben Jahr noch da sein. Erst mal musste der Körper bekommen, was er benötigte.
Von 1.600 auf 2.700 Kalorien. Und eine komplett neue Leistungsfähigkeit
Maria ist von ca. 1.600 Kalorien auf 2.700 Kalorien hochgegangen.
Fast das Doppelte. Und ihr Gewicht? Leicht gestiegen. Aber was sich dahinter verbirgt, erzählt eine ganz andere Geschichte.
Maria macht seit Jahren Krafttraining. Aber erst mit der erhöhten Kalorienzufuhr hat ihr Körper angefangen, wirklich Muskelmasse aufzubauen. Alles ist straffer, stärker, definierter.
Die leichte Gewichtszunahme auf der Waage ist neue Muskulatur, kein Fett.
Und dann ist da noch das Laufen. Maria hatte über Jahrzehnte immer wieder versucht, eine Läuferin zu werden. Es hat nie funktioniert. Kein Wunder, mit so wenig Energie im Tank.
Im April letzten Jahres hat sie es noch einmal versucht. Dieses Mal mit genug Kalorien im Körper. Und dieses Mal hat es funktioniert.
Maria ist heute Triathletin.
„Ich hätte das nie geglaubt, dass ich das schaffe, mal so ein guter, schneller Läufer zu werden."
Von der Frau, die mit 1500 Kalorien in der Kantine stand und nicht mehr weiterwusste. Zur Triathletin.
Das sind keine 1.100 Kalorien Unterschied. Das ist ein komplett anderes Leben.
Eine Tüte Süßigkeiten aufmachen und wieder wegstellen
Was Maria selbst am meisten überrascht: der Umgang mit Essen. Vorher war da immer dieser Food-Fokus. Die Tüte Süßigkeiten im Schrank, die nicht aufhörte zu rufen. Das Gefühl, Essen nur anzuschauen und zuzunehmen. Diese permanenten Gedanken ans Essen.
Heute nimmt Maria eine Tüte Süßigkeiten, holt sich etwas heraus, stellt sie zurück in den Schrank und vergisst sie. Einfach so.
„Dieser Food-Fokus ist komplett weg."
Wenn sie ein Stück Kuchen essen will, isst sie ein Stück Kuchen. Kein Drama, kein Ausgleich, kein schlechtes Gewissen. Sie baut es einfach in ihre Ernährungsstruktur ein und gut ist es.
Und noch etwas hat sich verändert: das Hungergefühl. Früher hatte Maria nach zwei Stunden wieder Hunger, egal wie viel sie gegessen hatte.
Heute vergehen vier Stunden nach einer Mahlzeit und sie denkt: Oh, stimmt, ich könnte mal wieder was essen.
Das ist ein Unterschied, den man erst versteht, wenn man ihn selbst erlebt.
„Es ist wirklich ein unfassbar entspanntes Essverhalten, das ich erreicht habe."
„Ich gucke Essen nur an und nehme zu.“ Das war ein Mal
Maria beschreibt sich selbst als jemanden, der früher dachte: Ich werde nie schlank sein. Sie hatte das irgendwie akzeptiert. Dieses Gefühl, dass andere Menschen essen können, was sie wollen, und man selbst schon vom Hinschauen zunimmt.
Dieses Gefühl ist weg.
Nicht durch eine Diät, nicht durch Verzicht, sondern durch Verständnis.
Durch das Wissen, wie der eigene Körper funktioniert. Durch eine Ernährungsstruktur, die satt macht, Energie gibt und trotzdem Raum für Kuchen, Süßigkeiten und Kantinenessen lässt.
Maria hat mittlerweile den Tracking-Exit gemacht. Sie zählt keine Kalorien mehr. Und sie hat kein Defizit nötig, um sich in ihrem Körper wohlzufühlen.
Marias Kalorienreise auf einen Blick
Start-Kalorien: ca. 1.500 bis 1.600
Aktuelle Kalorien: ca. 2.700 (+1.100 kcal)
Gewicht: leicht gestiegen, aber durch neue Muskelmasse
Sportliche Entwicklung: vom Krafttraining zur Triathletin
Zeitraum: ca. 6 Monate Coaching
Tracking-Exit erfolgreich abgeschlossen
Food-Fokus komplett verschwunden
Kein Jo-Jo-Effekt
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